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Kapitel 3
Es klingelte an der Tür. Marie öffnete und da standen drei ihrer Freundinnen und fielen ihr lauthals um den Hals.
„Herzlichen Glückwunsch zum 16.!“, riefen sie.
„Danke danke kommt rein!“, antwortete Marie durch einen großen Blumenstrauß hindurch, den die drei Mädels ihr geschenkt hatten.
Maries Eltern waren schon seit einer halben Stunde mit Juli ausgeflogen.
Ein Glück, denn jetzt kamen die ganzen Gäste und Marie wäre es mehr als peinlich gewesen, wenn die Gäste ihren ‚Ellis‘, wie alle von der Schule ihre Eltern nannten, begegnet wären.
Die Musik war schon laut aufgedreht und ein paar Leute waren schon auf der Tanzfläche.
Sämtliche Möbel waren aus dem Zimmer geräumt und die Nachbarn gewarnt, dass es heute wohl ein bisschen lauter würde.
Marie hatte alle ihre Geschenke direkt aufgemacht.
Zum großen Teil waren es Blumensträuße in denen sich Karten oder/und Gutscheine versteckten, aber auch Bilderrahmen, Lichterketten und kleine beleuchtete Springbrunnen.
Alles in allem war es eine schöne Bescherung – im positiven Sinne.
Die Stimmung war super, alle lachten, tanzten oder quatschten. Alle bis auf Lya. Die stand in der Ecke mit den Chips und sah den anderen beim feiern zu.
„Hey komm schon!“, rief Marie ihr entgegen, „wenn du schon hier bist, kannst du wenigstens mit mir tanzen!“
Sie nahm Lya am Handgelenk und zog sie auf die Tanzfläche.
Dort fingen beide an zu tanzen und zwar so richtig. Sie hielten sich gegenseitig mit einer Hand locker an der Schulter fest und tanzten eng miteinander.
Tanzen war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen – neben dem Telefonieren und Tratschen.
Das einzige Möbelstück, dass noch im Raum bleiben durfte war die Couch.
Dort saßen ein paar der Gäste und lachten laut.
Neben ihnen saß auch ein Paar und knutschte wild rum.
Als Lya die beiden sah, hörte sie plötzlich auf zu tanzen. Sie stand nur da und starrte die beiden an.
Marie hatte bemerkt, was mit ihrer Freundin war und hörte ebenfalls auf zu tanzen.
„Was ist denn?“, rief sie durch die laute Musik, „Warum hast du aufgehört?“
Sie folgte Lyas Blick und als sie sah, was ihre Freundin ablenkte sagte sie entrüstet: „Seit wann findest du es spannend, anderen Leuten beim Speichelaustausch zu zusehen?“
Lya schien sie gar nicht gehört zu haben.
„Hallo! Erde an Lya! Hörst du mich?“ Marie winkte wild vor Lyas Gesicht hin und her.
Plötzlich sah sie wie in Lyas Augen Tränen standen. Sie hörte auf zu winken und sah ihre bester Freundin schockiert an.
„Lya was ist denn? Was hast du?“
Anstatt zu antworten, rannte Lya plötzlich aus dem Raum, die Hand vor den Mund gepresst.
Marie lief ihr nach und fand sie schließlich in ihrem Zimmer auf dem Bett sitzen und aus dem Fenster starren.
„Hey Süße was hast du denn?“, fragte Marie besorgt und setzte sich neben Lya aufs Bett.
„Ach nichts“, versuchte Lya abzuwinken und wischte sich eine große Träne von der Wange.
„Das kannst du mir nicht erzählen!“, rief Marie, „Niemand rennt einfach heulend von meiner Party weg, ohne Grund.“
Eigentlich hätte man jetzt gelächelt, aber Lya starrte nur weiterhin aus dem Fenster.
„Jetzt erzähl schon. Hat es mit dem Pärchen zu tun was da unten rumknutscht?“
Lya blieb immer noch stumm.
„Verdammt Lya jetzt pack schon aus! Du machst mich ganz fertig!“
Lya drehte sich zu Marie um und Marie sah, dass ihre Augen ganz nass waren.
„Ja es hat ein bisschen mit dem Paar zu tun“, sagte sie fast flüsternd.
„Ich find’s auch eklig aber lass sie doch. Das ist doch nicht gleich ein Grund zum Heulen.“
„Das ist es ja nicht“, flüsterte Lya und ließ danach ein leises Schluchzen hören.
„Dann sag, worum es dann geht.“ Marie wurde langsam ungeduldig.
„Ich hab noch nie mit jemandem darüber geredet.“
„Aber mir kannst du es doch erzählen. Wir sind doch Freundinnen.“
Lya hob den Kopf und starrte an die Decke. Dicke Tränen rollten über ihr Gesicht.
Eine Pause stellte sich ein. Eine, wie Marie fand, endlose Pause.
„Es war vor knapp 3 Jahren“, fing Lya flüsternd an, „ Als wir noch in der anderen Stadt gewohnt haben. Da war dieser Junge. Ben“, Bei diesem Namen endrang sich Lyas Kehle ein leises Schluchzen. „Er war mein Freund.“
„Du hattest eine Freund? Davon hast du mir ja nie erzählt.“
„Ich weiß. Ich habe keinem von den Leuten, die hier wohnen von ihm erzählt. Nur meine Ellis und meine Freunde in der anderen Stadt wussten von ihm. Er war so nett. Immer gut drauf. Er hat mich immer zum Lachen gebracht.“
Bei diesem Satz riss Marie ungläubig die Augen auf. Lya hatte mal gelacht??? Sie sagt aber nichts.
„Er hätte dir auch gefallen. Schwarze Haare, braune Augen, sehr helle Haut, zwei Piercings, eines in der rechten Augenbraue und eines in der Zunge und er war so dünn.“ Lya zeigte mit ihren Fingern eine ca. 2 cm große Lücke.
„Er sah so gut aus. Größer als ich war er. Und immer freundlich.“
Sie öffnete ihren Nachttisch und zog, nach einigem Wühlen ein kleines Foto heraus. Darauf war Lya mit Ben darauf. Er sah wirklich gut aus. Er war gut einen halben Kopf größer als Lya.
„Und was ist mit ihm passiert?“, fragte Marie.
Wieder entstand eine Pause in der Lya bedrückt zu Boden sah.
„Es gab eine Streit“, sagte Lya noch leiser als vorher und schluchzte laut.
„Den Grund weiß ich gar nicht mehr, ich weiß nur noch, dass es eigentlich kein Grund war, sich einen ganzen Abend lang an zuschreien. Wir gingen im Streit auseinander, doch direkt als er aus meiner Tür stürmte, bekam ich ein schlechtes Gewissen und wollte ihm hinterher laufen, doch er war schon auf die Straße gestürmt. Ich tat die ganze Nacht kein Auge zu. Ich war nur am Heulen. Ich nahm mir vor, am nächsten Tag zu ihm zu gehen und mich zu entschuldigen. Doch soweit kam ich nicht.
Als ich am nächsten Tag zu seinem Haus ging, stand nur ein großer Möbelwagen vor seiner Tür. Ich war schockiert und ging ins Haus, weil die Tür offen stand. Ich suchte im ganze Haus, doch ich fand keinen, außer den Möbelpackern. Ben war mit seinen Ellis und seinem Zwillingsbruder einfach weggezogen. Wahrscheinlich noch in der Nacht, wo wir den Streit hatten. Ich stand grade in Bens leerem Zimmer, als ich das begriff. Ich brach weinend zusammen. Er hatte noch nicht mal auf wiedersehen gesagt. Keiner der Familie. Ich ging heulend und mit langsamen Schritten nach Hause. Als ich dort ankam merkten meine Ellis direkt, dass was nicht stimmte. Sie fragten ‚Lya, Schatz was hast du denn?‘ Aber ich hörte nicht richtig zu. Meine Gedanken waren nur bei Ben. Tausend Fragen türmten sich in meinem Kopf übereinander und mir wurde ganz schwindlig. Ich legte mich auf mein Bett und stand eine Woche lang nicht mehr auf. Schon nach 1 Tag war mein Kopfkissen total durchweicht. Meine Ellis hatten mittlerweile herausgefunden, dass Ben weg war. Sie hatten großes Mitleid mit mir. Einmal am Tag kamen sie zu mir ins Zimmer, stellten mir Essen hin, strichen mir kurz übers Haar. Doch als ich keine Regung zeigte gingen sie wieder. So ging das eine Woche lang. Bis meine Ellis an einem Tag in mein Zimmer kamen und sich zu mir ans Bett setzten. ‚Du kannst nicht den Rest deines Lebens hier liegen bleiben. Du musst endlich aufstehen.‘ Ich stellte mich taub, doch schon am nächsten Morgen war ich schon wieder auf den Beinen. Ich begriff, dass es keinen Sinn hatte, wochenlang heulend im Bett zu bleiben. Aber ich redete nicht. Das tat ich erst nach drei Wochen wieder. Damit ich nicht ständig an Ben denken müsste, wenn ich auf dem Weg zur Schule an seinem Haus vorbei ging, zogen meine Ellis mit mir weg. Ein anderer Grund war, dass mein Vater einen neuen, besseren Job bekam. Hier in dieser Stadt. Also zogen wir hierhin. Ich war froh und traurig zugleich. Einerseits würde ich so nicht mehr jeden Tag an Bens leerem Haus vorbei kommen, doch andererseits fand ich genau das so beruhigend, das ich wenigstens eine Erinnerung an ihn hatte. Klar ich hatte Fotos von ihm, doch die legte alle in eine Kiste und die ging bei dem Umzug verloren. Seit dem habe ich nie wieder lächeln können. Ich habe es versucht. Ich stand vor meinem Spiegel und habe verzweifelt versucht auch nur ein kleines Schmunzeln hin zu bekommen, aber als mir einfiel, warum ich nicht lächeln konnte, brach ich wieder erneut in Tränen aus. Meine Ellis waren froh, dass ich wenigstens schnell Freunde fand und auch wieder so einigermaßen normal lebte, doch lächeln konnte ich nie. Nie mehr.“
Als Lya zu Ende erzählt hatte, drehte sie sich zu Marie um. Die saß neben ihr, starrte sie an und heulte.
„Oh mein Gott, das ist ja grausam. Warum hast du mir nie davon erzählt?“, brachte sie zwischen zwei großen Schluchzern hervor.
„Ich habe nie mit jemandem darüber gesprochen. Ich konnte einfach nicht.“, flüsterte Lya und noch mehr Tränen kullerten über ihr schönes, schlankes Gesicht.
Die zwei Freundinnen sahen sich an und fielen sich weinend in die Arme.
Eine ganze Weile blieben sie so, bis Marie sich zusammen raffte und sagte: „So, genug geheult. Wir müssen zurück zur Party.“ Sie wischte sich mit ihrem Ärmel die Tränen weg und sah Lya an.
„Ja du hast Recht“, Lya tat das selbe und die zwei stellten sich vor Maries Großen Spiegel, der in ihrem Zimmer hing, trockneten sich das Gesicht ab und schminkten sich neu, damit niemand bemerkte, dass sie geweint hatten.
„Vielleicht werden sie es trotzdem merken, wegen unserer roten Augen“, sagte Lya.
„Ach Quatsch, unten ist es dunkel“, antwortete Marie, „Gehen wir.“
Arm in Arm verließen sie das Zimmer und gingen nach unten zur Party zurück.


Kapitel 4
Am nächsten Tag saßen Lya und Marie zusammen in Maries Zimmer und tratschten wieder so, als wäre die gestrige Unterhaltung nie gewesen.
„Ich fand die Party richtig gut“, sagte Marie und streichelte Juli, der auf ihrem Schoß lag und schlief.
„Ich auch“, Lya gähnte herzhaft, da die Party gestern Abend so spät zu Ende war und die beiden noch aufräumen mussten und deshalb nicht viel geschlafen hatten.
Lya nahm den Bilderrahmen in die Hand, den sie Marie gestern geschenkt hatte und strich über das Bild. Auf ihm waren sie beide abgebildet, wie sie im Bikini im Freibad auf einer Decke lagen und sexy in die Kamera posierten.
„Weißt du noch? Das war letztes Jahr“, sagte sie und hielt Marie das Foto hin.
„Ja der Tag war toll“
„Da haben wir Philipp kennen gelernt“, sagte Lya und sah Marie direkt in die Augen.
Marie lief rot und versuchte das Thema zu wechseln.
„Also ... ich weiß nicht ob ich dich drauf ansprechen sollte aber ...“, fing Marie vorsichtig an.
Lya begriff sofort um welches Thema es ging.
„Mach nur“, sagte sie leise und schaute nur das Foto in ihrer Hand an.
„Also ... Du hast Ben also nie wieder gesehen?“
„Nein. Ich habe die ganze Zeit auf einen Anruf von ihm gewartet, aber da wir umgezogen sind, hatte er unsere neue Nummer ja nicht und ich hatte seine neue auch nicht.“
„Weißt du was? Wir werden ihn finden. Wir werden uns auf die Suche nach ihm machen.“
Lya sah ihre Freundin ungläubig an.
„Was? Aber wir wissen doch gar nicht wo er hingezogen ist. Das kann ewig dauern. Außerdem, wo willst du anfangen zu suchen?“
„Zuerst gehen wir zu seinem alten Haus und fragen die Leute die da jetzt wohnen ob sie wissen wo Ben hingezogen ist.“
„Wenn du meinst, aber ich kann für nichts garantieren. Außerdem ist mir nicht ganz wohl bei der Sache. So ganz alleine nach ihm suchen.“
„Ach wir schaffen das schon. Wir sind schließlich beide 16 Jahre alt. Mein Bruder Leon kann uns zu der Stadt fahren, wo du früher gewohnt hast. Der macht das bestimmt.“
„Also ich weiß nicht ...“
„Keine Widerrede! Ich will dich endlich mal lachen sehen.“
Bei diesen Worten sah Marie Lya direkt in die Augen.
„Ok von mir aus. Fahren wir morgen hin.“
„Klasse! Ich frag gleich Leon.“
Marie sprang vom Bett, so dass Juli aufwachte und verwirrt um sich sah.
Marie rannte aus ihrem Zimmer und Lya streichelte Juli um ihn zu beruhigen.
10 Minuten später kam Marie wieder und strahlte.
„Er macht’s. Er fährt uns Morgen.“
„Gut na dann bis Morgen. Ich muss jetzt nach Hause. Meine Ellis warten schon.“
„Ok bis Morgen. Wir holen dich um 12 Uhr ab.“
„Bis dann“
Lya ging aus dem Zimmer und Marie warf sich auf ihr Bett. Sie freute sich schon, wenn sie Ben fanden ... WENN sie ihn fanden.



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