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Kapitel 11
„Lass uns in den Park gehen“, sagte Marie.
„Och nö keine Lust“, sagte Lya.
Zwei Tage waren nun schon seit dem Besuch im Einwohnermeldeamt vorüber und Lya war immer noch deprimiert.
„Na schön dann geh ich eben alleine“, erwiderte Marie traurig.
Auf dem Weg zum Park, der nicht weit weg vom Haus der Roberts war, überlegte Marie fieberhaft, wie man Lya aufheitern könnte, doch ihr fiel beim besten Willen nix ein, da sie schon alles probiert hatte.
‚Das Einzige, was sie aufheitern würde, wäre, wenn ich Ben finden würde‘, dachte Marie.
Im Park angekommen, setzte sie sich auf eine Bank und schaute den anderen Leuten beim Ball- oder Tennisspielen zu.
‚Irgendwie muss ich sie doch wieder aufheitern können‘
Marie war am Rand der Verzweiflung.
Plötzlich hörte sie Musik.
Sie drehte sich um und sah auf einer Decke eine Familie sitzen.
Einer der zwei Söhne spielte auf einer Gitarre und der andere lag neben ihm und sang dazu. Er sang wirklich gut.
Das ganze hätte Maries Aufmerksamkeit nicht geweckt, wenn der Junge nicht auf Deutsch gesungen hätte.
Das Lied schien selbst komponiert zu sein, denn Marie kannte es beim besten Willen nicht.
Der Junge, der Gitarre spielte, hatte lange dunkelblonde Rastalocken, trug eine Cappy, langes T-Shirt und Baggys.
Er hatte ein Piercing in der Unterlippe und, soweit Marie es aus der Entfernung sehen konnte, braune Augen.
Den Kopf des singenden Jungen konnte sie nicht sehen, da er von Körper seines Bruders verdeckt wurde.
Sie konnte nur sehen, dass er von der Kleidung her, das genaue Gegenteil seines Bruders war: Enge Hose, und ebenso enges T-Shirt.
Man sah, dass er ziemlich mager war.
Als das Lied zu Ende war, klatschten ein paar Leute Beifall, obwohl sie den Text kaum verstanden hätten.
Der Junge, der gesungen hatte, setzte sich auf – Und Marie erstarrte.
Der Junge hatte schulterlange schwarze Haare, braune Augen, helle Haut und ein Piercing in der rechten Augenbraue.
Sein Bruder drehte sich zu ihm um und sagte irgendwas.
Marie konnte nicht verstehen was, doch der schwarzhaarige Junge streckte ihm die Zunge raus und Marie erstarrte noch mehr: Er hatte ein Piercing in der Zunge.
Der Junge mit den Rastalocken drehte sich um.
Als er sah, wie Marie die beiden mit aufgerissenen Augen und Mund anstarrte, stieß er kurz seinen Bruder an und nickte in Maries Richtung.
Marie klappte schnell den Mund zu.
Der schwarzhaarige stand auf und ging auf Marie zu. Jetzt sah sie, wie dünn und groß er wirklich war.
„Hat’s dir gefallen?“, fragte er.
„Ähm ... ja sehr“, sagte Marie und schüttelte ungläubig den Kopf.
Der Junge sah sie fragend an.
„Was denn jetzt? Ja oder nein?“
„Doch doch, es war gut, aber ...“
„Aber was?“
Pause.
„Ich hab dich gefunden. Ich hab dich wirklich gefunden“, flüsterte Marie.
„Du hast mich gesucht?“, fragte der Junge, „Warum?“
„Bist du Ben? Ben Krieger?“
„Ja. Woher weißt du das?“
Marie stieß hörbar Luft aus und schloss vor Freude die Augen.
Als sie sie wieder öffnete, rollte ihr eine Träne über die Wange.
„Hey, was ist denn? Du brauchst doch nicht gleich heulen.“
Marie sah Ben in die Augen und sagte noch einmal: „Ich hab dich tatsächlich gefunden.“
„Ja jetzt hast du mich gefunden. Aber sag mal, warum hast du mich überhaupt gesucht?“
„Wegen Lya.“
Bei diesem Namen riss Ben ungläubig die Augen auf.
„Was? Was ist mit Lya?“, fragte er fast flüsternd.
„Sie ist hier. Wir haben dich gesucht. Lya konnte seit dem du weggezogen bist, nie wieder lächeln. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach dir gemacht. Und jetzt hab ich dich endlich gefunden.“
Marie wischte sich die Träne weg.
„Sie ist hier?“, fragte Ben, „Wo?“
„Zuhause. Bei den Leuten, bei denen wir hier wohnen. Sie wollte nicht mit in den Park. Komm mit ich bring dich hin.“
Ben drehte sich um und ging zu seiner Familie zurück.
Er erzählte kurz und knapp, was passiert war und sein Bruder starrte Marie ungläubig an.
Sein Vater nickte kurz und Ben kam wieder Marie.
„Ok gehen wir.“




Kapitel 12
Lya saß im Zimmer von ihr und Marie auf dem Bett und laß, als es an der Tür klopfte.
„Ja?“
Die Tür öffnete sich und Marie kam herein.
„Lya ich hab eine Überraschung für dich. Eine sehr sehr große.“
„Was denn?“, fragte Lya und schlug das Buch zu.
Marie ging wieder zur Tür und öffnete sie.
Als Ben herein kam, riss Lya die Augen auf.
Ben sah sie und lächelte.
Lya stand langsam auf, die Augen nicht von Ben lassend.
„Hi“, sagte Ben nur und seine Augen füllten sich mit Tränen.
„Hi“, erwiderte Lya und die zwei fielen sich in die Arme.
Lya schluchzte laut und auch Ben liefen Tränen übers Gesicht.
Marie stand lächelnd dahinter und heulte ebenfalls.
„Wo warst du?“, fragte Lya, ließ Ben aber nicht los, „Wo warst du plötzlich?“
Ben löste sich aus der Umarmung, hielt Lya aber trotzdem noch fest.
„An dem Abend, als ich nach Hause kam, saßen meine Eltern in der Küche und erzählten was, von wegen besserer Job, London und so. Noch in dieser Nacht haben alle ihre Sachen gepackt und sind zum Flughafen gefahren. Ich wollte zu dir. Ich wollte dir auf wiedersehen sagen und mich entschuldigen, aber ich konnte nicht. Wir sind direkt losgefahren.“
„Jetzt bist du ja da“, sagt Lya und fiel Ben wieder um den Hals.
Eine Weile blieben sie so, doch dann ließ Lya los und ging auf Marie zu.
„Danke“, sagte sie, fiel Marie um den Hals und das allererste mal, sah Marie Lya lächeln.



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